Nach fünf Jahren beginne ich gedanklich die Vorbereitung für die nächste längere Auszeit. Dieses Mal zwei Monate. Es beginnt nächste Woche in Italien. Ich werde hier berichten und freue mich, wenn ihr mich begleitet.
Sabbatical 2020
In der Zeit von 01.03. bis 31.10.2020 habe ich eine lange Auszeit von der Arbeit. Acht Monate frei. Ich lade dich ein, mich in dieser Zeit zu begleiten.
Montag, 23. März 2026
Freitag, 6. November 2020
Die erste Woche danach
So eine Videokonferenz mit rund einem Dutzend Teilnehmern ist eine ganz andere Kommunikation, man braucht mehr Konzentration, um zu folgen, die Gesprächsführung ist wirklich anspruchsvoll und als Teilnehmerin ist es verführerisch nebenbei was anderes zu tun, weil man Ton und Bild ja abstellen kann... wir kennen ja die lustigen Bilder, wenn das mal schief geht.
In der nächsten Woche geht es für mich weiter mich auf den aktuellen Stand zu bringen und wieder sicherer einsteigen zu können.
Samstag, 31. Oktober 2020
🌈Resümee
Neulich wurde ich gefragt, was denn nun die schönste Zeit war. Die Antwort ist einfach: Jeder Tag war besonders. Die Freiheit zu entscheiden, wie ich die Zeit gestalte war wunderbar. Ich beobachtete zu Hause beim Frühstück und Lesen auf der Terrasse die gefiederten Nachbarn, die Spatzen, Kleiber, Kohl- und Blaumeisen, Rotkehlchen, Tauben und die neugierigen Nebelkrähen, freute mich übers WDR2 oder Musik hören. Ich hatte Zeit und Lust morgens Yoga zu machen, Sachen zu sortieren, herumzukramen, zu rennen, zu wandern oder es auch zu lassen. Ab Mitte Oktober ging’s auch wieder ins Fitnessstudio in Potsdam oder ins Schwimmbad. Morgens war es leer und ich konnte zwischen den Rentner*innen langsam wieder Kraft aufbauen.
Die Zeit mit netten Menschen und an schönen Orten war ein großes Geschenk. Ich hatte oft das Gefühl, dass die möglichen Kontakte und Begegnungen intensiver waren, nicht nur ich hatte mehr Zeit und weniger Verpflichtungen. Ich konnte sehr viel draußen sein, was sehr meinen Interessen entspricht. Vielleicht war es auch ein Glück für mich, dass es wegen COVID-19 gar nicht möglich war länger voraus zu planen.Es hat mich sehr gefreut dann und wann eine Rückmeldung zu den Berichten zu bekommen, zu hören, dass meine Reisen und Entdeckungen auch manche von euch mitgenommen haben, wenn es gerade wegen des Lock-downs, bestehender Reisebeschränkungen oder aus anderen Gründen nicht ging. Durch das Aufbereiten meiner Erlebnisse und Gedanken für diesen Blog habe ich zusätzliche Hintergründe kennengelernt und Zusammenhänge gesehen.
Donnerstag, 29. Oktober 2020
🇩🇪 Die letzte Woche
Tja, da war sie nun: Die letzte Woche. Sie kam nicht überraschend, genauso wenig wie der Start vor fast acht Monaten. Am Sonntag begann ich zum ersten Mal darüber nachzudenken, was ich in dieser letzten Woche noch machen möchte. Was ist mir noch wichtig bevor ich wieder ins Büro gehe? Vielleicht mal wieder ein Brot backen, ein paar neue Rezepte ausprobieren, ein Bummel durchs Designer-Outlet in Wustermark oder über die Schlossstrasse in Berlin? Sehr gefreut habe ich mich über die „geschenkte Stunde “ am Wochenende, wurde ich doch nach der „objektiven“ Uhr früher wach und hatte mehr vom Tag. Meine innere Uhr hatte auch noch ein bisschen Zeit, sich daran zu gewöhnen, dass es immer viel früher ist, als gefühlt, es morgens heller und abends schon so früh dunkel ist. Ich hoffe immer noch, dass die Zeitumstellung irgendwann abgeschafft wird.
Heute war ich nach dem Schwimmen im“blu“ kurz im Büro für eine kurze Übergabe. Für die Zeit meiner Freistellung war eine Kollegin befristet eingestellt worden, sie hat morgen ihren letzten Tag. Sie brachte mich auf den aktuellen Stand. Es fühlte sich für mich alles sehr vertraut an.
Freitag, 23. Oktober 2020
🇩🇪 Familie, Alliierte und Kunst
Am Donnerstag fuhren wir nach Zehlendorf und spazierten vom Mexiko-Platz zum Alliierten-Museum an der Clayallee. Das Museum zu den Aktivitäten der „West-Alliierten" zwischen 1945 und 1994 wurde 1998 im ehemaligen US-Kino „Outpost" - einem Gebäude von 1953 - und in der benachbarten ehemaligen Nicholson-Gedenkbibliothek des amerikanischen Stützpunkts eröffnet. Der Träger des Museums ist ein gemeinnütziger Verein, den die Bundesrepublik Deutschland, das Land Berlin, Frankreich, Großbritannien, die USA sowie das Deutsche Historische Museum Berlin und das Institut für Zeitgeschichte in München im Jahr 1996 gegründet haben. Seit 2015 stehen Bundesmittel für einen Umzug des Museums zum ehemaligen Flughafen Tempelhof bereit, geplant war er 2020/2021. Vor-Ort war davon nichts zu bemerken. In Tempelhof wäre sicher mehr Platz für die großen Ausstellungsstücke wie Flugzeuge oder Autos.
In der ehemaligen Bibliothek geht es um das Alltagsleben in den amerikanischen, britischen und französischen Garnisonen. Es gibt auch das restaurierte Segment eines Spionagetunnels, der Anfang der 1950er Jahre vom amerikanischen und britischen Nachrichtendienst zwischen Rudow und Alt-Glienicke gebaut wurde, um die sowjetischen Kommunikationslinien anzuzapfen. Draußen steht ein britisches Transportflugzeug vom Typ Handley Page Hastings T.M k.5, der Eisenbahnwaggon eines französischen Militärzugs, das letzte Wachhäuschen vom Kontrollpunkt Checkpoint Charlie, ein Mauerrest und ein Grenzkontrollturm der DDR. Das Flugzeug war als Kohletransporter in der Luftbrücke im Einsatz, es war bis 1977 im Einsatz, stand dann 20 Jahre als „Gate Guard“ auf dem ehemaligen Luftwaffenstützpunkt der britischen Streitkräfte in Berlin-Gatow, bevor sie dem Museum geschenkt wurde. Der Wachmann im Museum erzählte uns, dass der Umzug von Gatow zur Clayallee im Jahr 1997 mit Hilfe eines russischen Transporthubschraubers durchgeführt wurde.
Freitag, 16. Oktober 2020
🇩🇪 Ausflüge nach Berlin und Oranienburg
Übrigens haben wir eine praktische App der Berliner Tourismusorganisation visitBerlin entdeckt: „ABOUT BERLIN“. Ein gibt Routen und ein paar Informationen zu interessanten Orten in der Stadt, das Angebot wächst stetig.
Am Freitag fuhren wir zur Gedenkstätte Sachsenhausen in Oranienburg. Das Konzentrationslager Sachsenhausen war das erste KZ, das durch einen SS-Architekten geplant wurde. Der SS-Architekt Bernhard Kuiper entwarf ein gleichseitiges Dreieck, in dessen Fläche sich das Häftlingslager, die Kommandantur sowie das SS-Truppenlager befand. Hierhin wurden zwischen 1936 und 1945 etwa 200.000 Häftlinge aus ca. 40 Nationen deportiert. Erst politische Gegner des NS-Regimes, dann in immer größerer Zahl Angehörige der von den Nationalsozialisten als rassisch und/oder sozial minderwertig erklärten Gruppen, also Juden, Homosexuelle, Sinti und Roma, weiterhin Zeugen Jehovas und ab 1939 auch Menschen der von den Nazis besetzten Staaten wie Österreich, Polen, Frankreich oder den Niederlanden. Zu den Häftlingen gehörten der SPD-Politiker Rudolf Breitscheid, der Hitler-Attentäter Georg Elser, der Journalist Gerhard Löwenthal (ZDF-Magazin), der Verleger Peter Suhrkamp, der polnische Schriftsteller Andrzej Szczypiorski und Martin Niemöller (1938 bis 1941) als „persönlicher Gefangener“ Hitlers als einer von inhaftierten 230 Geistlichen. Niemöller schrieb später „Als die Nazis die Kommunisten holten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Kommunist. Als sie die Sozialdemokraten einsperrten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Sozialdemokrat. Als sie die Gewerkschafter holten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Gewerkschafter. Als sie mich holten, gab es keinen mehr, der protestieren konnte.“ Zu den Häftlingen gehörten auch protestantische Widerstandsfrauen aus den Niederlanden und mehrere tausend katholische Laien der französischen Résistance. Die Häftlinge wurden zur Zwangsarbeit in der Schneiderei, Tischler-, Schlosser- und Elektrikerwerkstätten eingesetzt oder ab 1942 in den über 100 Aussenlagern und -kommandos bei den Heinkel-Werken in Oranienburg, der Veltener Maschinenbau oder bei Berliner Industriebetrieben wie Siemens, DEMAG-Panzer, Henschel-Werke Berlin, Daimler-Benz, I.G. Farben und AEG sowie BRABAG Schwarzheide. Zehntausende Häftlinge starben an den Folgen von Hunger und Gewalt im KZ. Arbeitsunfähige wurden in Sammeltransporten nach Auschwitz transportiert oder vor Ort ermordet. Es gab so absurde Dinge, wie eine Schuhprüfstrecke: Hier testeten Häftlinge Sohlenmaterial für die deutsche Leder- und Schuhindustrie, dazu mussten sie bis zu 40 Kilometer täglich auf verschiedenen Wegoberflächen marschieren. Im August 1941 wurden über 12.000 sowjetische Kriegsgefangene in einer neu eingerichteten Genickschussanlage getötet, ab 1942 gab es eine Gaskammer. Die Räumung des KZ Sachsenhausen durch die SS begann am 21. April 1945. Die verbliebenen 33.000 Häftlinge wurden in Gruppen zu 500 auf den Todesmarsch nach Nordwesten geschickt. Ab August 1945 wurde das Gelände des KZ Sachsenhausen von der Sowjetischen Militäradministration (SMAD) als „Speziallager Nr. 7“ genutzt, es wurden Sozialdemokraten, NS-Funktionäre und Gegner der neuen politischen Ordnung interniert. Ende 1945 war das Lager wieder voll belegt (12.000 Personen), 1946 mit bis zu 16.000 Personen, unter ihnen der Schauspieler Heinrich George, der hier auch 1946 starb. Die DDR schloss das 1948 in „Speziallager Nr. 1“ umbenannte Lager im Jahr 1950 als letztes der Speziallager, es wurden ca. 8000 Häftlinge entlassen, eine kleinere Gruppe in die Sowjetunion transportiert. Der Besuch hinterlässt mich wieder erschüttert, was Menschen anderen Menschen antun, wenn es in eine für sie nachvollziehbare Ideologie eingebettet ist. Der Besuch macht mich auch wieder nachdenklich, warum es immer wieder solche Menschenverachtung gibt, Menschen so viel Hass oder emotionale Kälte entwickeln können.Sonntag, 11. Oktober 2020
🇩🇪 Touristin zu Hause
Am Donnerstag vor einer Woche fuhr ich von Rüdesheim nach Hause. Am folgenden Freitag freuten wir uns über unseren 11. Hochzeitstag und am Samstag begann eine weitere Entdeckungsphase in Berlin und Brandenburg. Wir kauften uns wieder eine Jahreskarte für die Staatlichen Museen in Berlin und besuchten am Samstag die Sonderausstellung „Germanen. Eine archäologische Bestandsaufnahme“ in der James-Simon-Galerie. Ich lernte, dass es die Germanen nie als Volk oder Staat gab, sondern es Gemeinschaften waren, die zwischen dem 1. Jahrhundert vor und dem 4. Jahrhundert nach Christus die Gebiete rechts des Rheins und nördlich der Donau besiedelten. Caesar nannte sie „Germanen“. Zu sehen sind einfache Gebrauchsgegenstände einer Agrargesellschaft, aber auch üppige Beigaben aus Silber, Gold und Glas aus Gräbern der Reicheren. Es gibt auch Funde zu kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen den germanischen Stammesverbänden untereinander. In einem zweiten Teil der Ausstellung geht es um die museale Rezeption des Blicks auf die Germanen in den Berliner Museen im 19. und 20. Jahrhundert mit dem Titel „Germanen. 200 Jahre Mythos, Ideologie und Wissenschaft“.
Danach besuchten wir noch die Sonderausstellung „Chaos & Aufbruch- Berlin 1920|2020“ im Märkischen Museum. Am 1. Oktober 1920 wurden durch das „Groß-Berlin-Gesetz“ 27 Gutsbezirke, 59 Landgemeinden sowie die bis dahin selbständigen Städte Charlottenburg, Köpenick, Lichtenberg, Neukölln, Schöneberg, Spandau und Wilmersdorf nach Berlin eingemeindet. Die Einwohnerzahl wuchs auf 3,8 Millionen, das Stadtgebiet wurde 13x größer. Berlin wurde neben New York und London zu einer der größten und bevölkerungsreichsten Städte der Welt. Ich lernte mehr über die verschiedenen politischen Ansätze, die Lebens- und Arbeitsbedingungen in der Stadt für alle zu verbessern, auch durch eine einheitliche Verkehrs- und Siedlungspolitik. Ein praktisches Ergebnis der Arbeit des ehemaligen Verkehrsstadtrats Ernst Reuter sehe ich in der BVG und seit der Wende auch dem vbb, die den öffentlichen Nahverkehr einfacher und günstiger machen, als es z.B. in NRW geht mit den vielen Tarifgrenzen und damit viel höheren Preisen: Die rund 35 km Hagen- Wuppertal kosten im VRR 12,80€ pro Richtung, Potsdam-Köpenick oder Potsdam- Bernau (je ca. 50 km) gerade mal 3,60€. Vom Märkischen Museum spazierten wir noch etwas durch die Gegend und besuchten dann die autofreie Friedrichstraße. Am Mittwoch bin ich mit dem RE 1 nach Brandenburg an der Havel gefahren, um das Archeologische Landesmuseum zu besuchen und etwas durch die Stadt zu spazieren. Die Brandenburg war eine slawische Niederungsburg im 8. bis 12. Jahrhundert auf der Havelinsel, auf der heute u.a. der Dom St. Peter und Paul steht. Die Sammlung des Museums umfasst Fundstücke aus der Region, die heute das Bundesland Brandenburg umfasst und auch darüber hinaus, da die politischen Grenzen der Mark Brandenburg bis ins 19. Jahrhundert weiter im Westen (Altmark, Salzwedel) bzw. im Osten (Neumark, heutige polnische Woiwodschaften Westpommern und Lubuskie) lagen. Die ältesten Fundstücke des Museums stammen aus der Steinzeit, sind also rund 130.000 Jahre alt: Faustkeile, Pfeilspitzen, Textilien, Schmuck und Schädel. Es gibt Funde aus der Zeit des Neandertalers vor rund 50.000 Jahren. Das älteste Gräberfeld Deutschlands ist auf dem Weinberg bei Groß Fredenwalde in der Uckermark gefunden worden, es ist etwa 7.000 Jahre alt. Die Ausstellung zeigt auch, dass es verschiedene Phasen der Zu- und Abwanderung in der Region gab. Die germanischen Stämme zogen im 5. Jahrhundert Richtung Oberrhein und Schwaben weiter, die Slawen kamen im 6. und 7. Jahrhundert her. Albrecht der Bär (Askanier) eroberte 1157 die Brandenburg und holte Handwerker und Bauern, die aus der Altmark, dem östlichen Harzvorland, Flandern (Fläming) und den Rheingebieten kamen, sie brachten neue Technologien mit. Außerdem lockte man Holländer zur Trockenlegung der Havel- und Elbniederungen mit Land und Steuerprivilegien. Die Orte Angermünde, Eberswalde, Frankfurt, Perleberg, Prenzlau, Spandau und Berlin erhielten unter den Askaniern das Stadtrecht. Berlin-Cölln wurde 1261 Residenzstadt der Askanischen Markgrafen. Die Mittelpunkte des geistlichen Lebens waren die Bistümer Brandenburg, Havelberg und Lebus sowie die Klöster Lehnin, Chorin und Zinna. Mit dem Tod Ottos IV starb das Geschlecht der Askanier, ab 1320 bestimmten Wittelsbacher und später Luxemburger etwa 100 Jahre die Entwicklung. Die Goldene Bulle von 1356, das „Grundgesetz “ des Hl. Römischen Reichs bestätigte die Stimme der Markgrafen von Brandenburg als Kurfürsten, also der zehn ranghöchsten Fürsten, bei der Königswahl. Ab 1618 regierten die Kurfürsten von Brandenburg in Personalunion auch das Herzogtum Preußen. Im 18. Jahrhundert bildete sich nach der Königskrönung Friedrichs III. von Brandenburg die Monarchie Preußen als ein neuer europäischer Staat. Damit wurde die Markgrafschaft faktisch eine Provinz Preußens. Die formelle Gründung der Provinz Brandenburg erfolgte 1815 nach der Neuordnung Preußens durch den Wiener Kongress. Bei einem Spaziergang durch die Stadt entdeckte ich unerwartet viele sanierte Fachwerkhäuser und auch Jugendstilgebäude. Am Nicolaiplatz besuchte ich die Gedenkstätte für die Opfer der Euthanasie-Morde. In den Gebäuden des ehemaligen "Alten Zuchthauses" Brandenburg an der Havel wurde 1939 eine von sechs Mordstätten der sogenannten "Aktion T 4" eingerichtet. In den Jahren 1940/41 wurden über 70.000 kranke, behinderte oder als „asozial“ stigmatisierte Menschen ermordet. In der „Landespflegeanstalt Brandenburg a. H." wurden zwischen Januar und Oktober 1940 ca. 9.000 Menschen aus psychiatrischen Krankenhäusern des nord- und mitteldeutschen Raums einschließlich Berlins durch Giftgas getötet. Offiziell ist die Gedenkstätte eigentlich nur Donnerstag bis Sonntag geöffnet, aber man kann auch an den anderen Tagen klingeln und wird (vielleicht) eingelassen. Am Freitag war ich in der Alten Nationalgalerie, zuerst in der Sonderausstellung zum belgischen Symbolismus „Dekadenz und dunkle Träume“: Bilder voller morbider, dekadenter oder dämonischen Motiven, Darstellung der femme fatale als Ausdruck von Überfluss und Wollust von Malern wie den Belgiern Fernand Khnopff und James Ensor oder des Deutschen Franz (von) Stuck. Ich lernte, dass aus Belgien viele Impulse für die Entwicklung des Symbolismus sowohl in Richtung Paris, wie auch London erfolgten und auch, dass der Salon „Les Vingt“ in Brüssel zwischen 1883 und 1893 viele internationale Künstler mit den Belgiern zusammenbrachte, darunter Cezanne, Gauguin, Seurat, van Gogh und Klimt. Die Sammlung der Alten Nationalgalerie war deutlich geringer besucht, als die Sonderausstellung, aber auch wieder interessant. Man sieht ja immer wieder was Neues, auch in bekannten Bildern.





















